Nachfolgend werden die 9 Modultitel des Studiengangs aufgeführt und die Modulinhalte kurz beschrieben.

Bis auf das erste Modul Workplace Report, können in jedem Modul 15 Creditpoints für den Studienabschluss erworben werden. Für das erfolgreiche Bestehen der Module sind verschiedene Leistungen zu erbringen, unter anderem gehören hierzu schriftliche und mündliche Präsentationen, Hausarbeiten und Examensklausuren.

1. Bridging Course: Workplace Report
Arbeitserfahrung ist ein wichtiger Teil eines jeden wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulabschlusses. Die Studenten des BA ITTM haben diese bereits während der dualen Ausbildung gesammelt. Das Ziel des Eingangsmoduls Workplace Report ist es, die praktischen Erfahrungen mit dem akademischen Arbeitsansatz zu verknüpfen.

Theoretische Hintergründe und Zusammenhänge der Unternehmen sollen somit besser erkannt, analysiert und verstanden werden. Dieses Modul schließt ab mit einer Kurzdarstellung der Unternehmen und der Abteilungen, in denen die Studenten ihre Arbeitserfahrungen gesammelt haben.

Diese Darstellung soll beispielsweise die Produkte und Dienste des Unternehmens, bediente Märkte, die Wettbewerbssituation, historische Entwicklung, Finanzstruktur und Organisationsformen beinhalten.

2. Research Methodology
Die Ausarbeitung einer wissenschaftlichen Arbeit ist eine der wichtigsten und gleichzeitig schwierigsten Leistungen eines Hochschulabsolventen. Es bedarf systematischer Vorbereitung und Reflexion. Das Modul Research Methodology vermittelt die hierfür erforderlichen Verfahren, Methoden und Analyseinstrumente. Unter anderem lernen die Studenten,

  • wie man gute und schlechte Arbeiten unterscheidet und welche Kriterien bei der Beurteilung eine Rolle spielen
  • wie man das Thema einer wissenschaftlichen Arbeit wählt und hierfür Literatur und Informationsquellen findet, diese ordnet, kritisch evaluiert und zitiert
  • wie man Ergebnisse aufbereitet und auswertet

3. Cross-Cultural Management
Dieses Modul beschäftigt sich nach der Einführung unterschiedlicher Management-Methoden mit den Einflüssen von Kultur und kulturellen Unterschieden auf Organisation und Management in internationalen Bereichen des Tourismus. Nach Einführung unterschiedlicher Konzepte von Kultur wird sich das Hauptaugenmerk auf die Beeinflussung von Management-Entscheidungen und der Unternehmenskultur durch internationale, wirtschaftliche Tätigkeit im Tourismus sowie multikulturelle Mitarbeiterstrukturen richten.

Dabei werden die u.a. Themen wie Interkultureller Kontakt, Multi-kulturelles Teamwork sowie Cultural Diversity Gegenstand der Vorlesungen sein. Im Rahmen des Human Ressource Management werden auch Anforderungen an den Einsatz von Mitarbeitern im Ausland erörtert.

Die Studenten werden lernen, die unterschiedlichen Kulturansätze sowie ihren eigenen kulturellen Background zu nutzen, um Notwendigkeiten der Abänderung von Managementstrategien aufgrund von kultureller Vielseitigkeit der Human Ressources beim Einsatz im Inland und Ausland zu erfassen.

4. Entrepreneurial Marketing
Mit Hilfe dieses Moduls werden die Studenten an Konzepte, Methode und Strategien des touristischen Marketings aus der Perspektive des Unternehmers herangeführt. Die Problematik der Bereitstellung von finanziellen Mitteln, zeitlichen Mittel und Personal für Marketingmaßnahmen werden beleuchtet.

Die Bedeutung des Marketings für den wirtschaftlichen Erfolg einer touristischen Unternehmung wird herausgearbeitet. Methoden der Marktbeobachtung und die Ableitung erfolgversprechender Strategien, insbesondere weitreichender Preisentscheidungen aber auch weiterer Bestandteile des Marketing-Mix runden das Modul ab.

Themenbereiche des Total Quality Management, Branding und Benchmarking werden anhand touristischer Beispiele erläutert.

5. International Transport Policy
Dieses Modul führt die Studenten in die Grundstrukturen des Tourismus sowie dessen Haupttrends in der jüngeren Geschichte ein. Es beschäftigt sich mit dem Aspekt des Managements von Unternehmen, welches die in Marktanalysen neu gewonnenen Erkenntnisse vorteilhaft im Geschäftsprozess umsetzen will.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit werden Maßnahmen der Entwicklung von Transportleistungen in Augenschein genommen. Der Konflikt zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten und dem Einfluss der Politik bei der touristischen Erschließung von neuen Märkten auf der einen Seite und Forderungen nach nachhaltigem Tourismus auf der anderen Seite wird an Hand von Fallbeispielen erläutert und mögliche Lösungsstrategien erarbeitet.

6. Destination Management
Das Management von Destinationen beginnt mit einer Einführung von Marketing-Techniken und deren Anwendbarkeit für den Verkauf des Produktes “Zielgebiet”. Anhand von Fallbeispielen aus der internationalen Welt des Tourismus erlangen die Studenten die Fähigkeit für unterschiedliche Destinationen verschiedene Strategien der Vermarktung zu entwerfen.

Marktsegmentierung, Zielgruppenanalyse und Positionierung im touristischen Markt werden Anforderungen im Rahmen der Fallbeispiele sein. Eine Verteidigung der eigenen Strategien sowie die Anwendung unterschiedlicher Arten der Erfolgsmessung runden das Modul ab.

Die gesamte Theorie wird in der vertiefenden Phase auf die Besonderheiten der Vermarktung von touristischen Produkten abgestellt. Hierbei wird auch die technische Umsetzung, z.B. der Einsatz von Global Distribution Systems Gegenstand des Seminars sein.

7. Business Policy in Transport
In diesem Modul erhalten die Studenten Gelegenheit, die erlernten Business Strategien auf das Management von Reiseveranstaltern, Reisemittlern und touristischen Leistungsträgern im Kontext eines globalen Wettbewerbs anzuwenden.

Die Anwendungen erfolgen anhand von Fallbeispielen welche im aktuellen touristischen Markt angesiedelt sind. Die Studenten gewinnen ein Verständnis für die Tragweite und Rahmenbedingungen von Management-Entscheidungen. Auswirkungen von staatlichen und anderen Vorgaben (z.B. Open Skies) sind hier ebenso Thema wie Auswirkungen auf Kunden, Angestellte und andere Stakeholder.

Strategisches Management wird hier als eine Hauptsäule des Moduls verstanden. Dem Bedürfnis an der Entwicklung nachhaltiger Strategien wird durch Verflechtung von Theorie und Praxis Rechnung getragen.

8. Int. Sustainable Tourism 2
Dieses Modul baut auf den Kenntnissen des Konzepts der Nachhaltigkeit auf, welches die Studenten in anderen Modulen bereits kennen gelernt haben. Die Studenten lernen, nachhaltige Konzepte entlang der touristischen Wertschöpfungskette und darüber hinaus zu bewerten und Managementtechniken anzuwenden, um diese Konzepte zu optimieren.

Die Bedeutung langfristiger Sicherung der eigenen wirtschaftlichen Ressourcen soll permanenter Bestandteil in den Entscheidungsprozessen des touristischen Management-Nachwuchses werden. Ein Portfolio an unterschiedlichen Nachhaltigkeits-Techniken soll auf die Anwendbarkeit in verschiedenen aktuellen Ausgangslagen hin angewendet werden. Die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingen in der Destination sollen in aktueller Form mit berücksichtigt werden.

Unternehmerisches Marketing, etwa in Form von Corporate Social Responsibility, werden mit dem Streben nach nachhaltigem Wirtschaften verknüpft.

9. Management Investigation & Report (Bachelor Thesis)
Dieses Modul bietet den Studenten die Möglichkeit, ein aktuelles Thema aus dem Bereich Travel and Tourism zu untersuchen und wissenschaftlich aufzuarbeiten. Es stellt eine Art Abschlussarbeit dar, in welcher die Studenten die in den vorangegangenen Modulen erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse anwenden.

In einer Kurzpräsentation wird das gewählte Thema im Plenum vorgestellt und die Studenten erläutern die Gründe für die Themenwahl, Methodik der Untersuchung, Literatur- und Informationsrecherche und andere Aspekte ihres Projektes. Das Modul schließt mit einer umfangreichen Bachelor Thesis über das gewählte Thema ab.

Hinweise zur Abschlussarbeit in Modul 9
Die Abschlussarbeit kann in Kooperation mit einem Unternehmen (wahrscheinlich dem Unternehmen, in welchem die Studenten beschäftigt sind) angefertigt werden. Dieses Vorgehen liegt im Interesse beider Parteien, der Studenten als auch der Unternehmen. Der Student hat ein praktisches Untersuchungsfeld und stärkt die Bindung an das Unternehmen.

Im Idealfall werden neue Beschäftigungsfelder erschlossen.