Praxisbezug zeichnet HST-Studium aus

Vermittlung eines breiten Spektrums an wertvollem Zusatzwissen – Nebenbei auch Fremdsprachenkenntnisse vertieft

Seit 2010 wird an der Hamburger HST Akademie der Studiengang Bachelor Shipping, Trade and Transport (BSc) angeboten. Seitdem haben mehr als 200  junge Schifffahrtskaufleute diese Zusatzausbildung durchlaufen. Zu ihnen gehören auch Fabian von Pfeil (24) und Mathias Orel (27).  Für den THB schrieben sie ihre Erfahrungen auf.

Schon während unserer Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann beschäftigte uns die Frage, wie wir uns innerhalb der Schifffahrt branchenspezifisch weiterqualifizieren könnten. Zwar ist die Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann weiterhin die wichtigste Grundlage für eine Karriere in der Schifffahrtsbranche, auf der anderen Seite fehlte es der Branche an einer Art „Meisterbrief“-Qualifikation, wie es sie im Handwerk seit jeher gibt. Natürlich besteht die Möglichkeit, im Anschluss an die Schifffahrtskaufmann-Ausbildung ein wirtschaftswissenschaftliches Studium zu absolvieren.

Doch fehlt es dabei wiederum häufig am konkreten Schifffahrtsbezug. Die Ausbildung an der HST schließt hier eine wichtige Lücke. In unserem gemeinsamen „Suchprozess“ fiel für uns die Wahl auf die in Hamburg angebotene Weiterqualifikation, die  in enger Kooperation mit der London Metropolitan
University, erfolgt.

Einer der größten Vorteile war für uns, dass unsere Ausbildungszeit angerechnet wurde. Somit konnten wir das Zusatzstudium in nur einem Jahr berufsbegleitend absolvieren. Insbesondere in der heutigen Zeit ist dies ein nicht hoch genug zu bewertender Vorteil. Denn die meisten anderen, berufsbegleitenden Studiengänge nehmen mindestens drei Jahre in Anspruch. Das Studium an der HST Akademie zeichnet sich weiterhin durch eine sehr gute Vereinbarkeit mit der beruflichen Tätigkeit aus, da die Vorlesungen grundsätzlich auf einen Abend unter der Woche und die Sonnabende gelegt wurden und auch weiterhin werden. Ebenfalls von hohem Nutzwert ist, dass die Vorlesungen grundsätzlich in Hamburg stattfinden und daher ein zeitraubendes Reisen, wie es bei anderen berufsbegleitenden Studiengängen  erforderlich wäre, entfällt.

Die persönliche Betreuung wird durch Tutoren, Kurssprecher und verschiedene Dozenten sichergestellt. Fragen und Probleme lassen sich daher oft auf einem schnellen Weg per E-Mail oder durch ein persönliches Gespräch klären.

Das Spektrum der im Studium behandelten Themen reicht von den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens, über die Vermittlung von Kenntnissen zu strategischem Management, Multinationalem Business, der Strategischen Logistik bis hin zu rechtlichen Fragen zum Beispiel hinsichtlich der Regulierung des Internationalen Handels.

Genau darin liegt nach unserer Erfahrung eine der großen Stärken des Studiums. Es erweitert im besten Wortsinne den eigenen Horizont  im Schifffahrtstagesgeschäft und schafft zudem die Grundlagen dafür, die großen Sachzusammenhänge des weltwirtschaftlichen Geschehens präziser zu erfassen und daraus die entsprechenden Rückschlüsse abzuleiten.

Die Kursinhalte werden sowohl branchenübergreifend als auch mit direktem Schifffahrtsbezug vermittelt. Die obligatorischen Haus- und Gruppenarbeiten bekommen einen thematischen Rahmen durch den jeweiligen Dozenten. Wie dieser Handlungsrahmen jedoch ausgefüllt wird, das ist allein Sache des Studierenden. Die Vorlesungen werden durch Dozenten aus Deutschland und der London Metropolitan University geleitet. Des Weiteren sind alle Hausarbeiten und die Bachelor Thesis in englischer Sprache anzufertigen. Das hat den Zusatzeffekt, dass auf diese Weise die Verhandlungssicherheit der Studierenden im Englischen während des Studiums deutlich verbessert wird.

Zusammenfassend können wir feststellen: Die 13 Monate Ausbildung „on top“ haben sich für uns beide gelohnt, hinsichtlich der Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit ebenso wie im eigenen Unternehmen.

Fabian von Pfeil ist für Hamburg Süd und Mathias Orel für MSC Germany tätig.

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Richtige Entscheidung: Mathias Orel und Fabian von Pfeil 

THB Artikel vom 11.04.2014:
Fotos: Arndt